Liebe Bolivienfreunde,
wir möchten Ihnen in diesem Newsletter die Earthmover vorstellen, jene Kultur, die das heutige Gebiet des Beni bevölkerte. Diese Kultur entwickelte ein ausgeklügeltes Ent- und Bewässerungssytem, deren Dämme und Erdwälle überall im Beni zu entdecken sind. Wir stellen Ihnen unseren neuen Partner, das Hotel Aranjuez in Cochabamba, vor und berichten vom bolivianisch- kubanischen Entwicklungshilfeprogramm.
Lesen Sie außerdem aktuelle Berichte & News rund um Bolivien und den Tourismus in Südamerika.
Unser Reisebericht bringt Sie diesen Monat zu den Minen von Potosi.
Viel Spaß beim Lesen,
Ihr Klaus Buntenkötter
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Unsere Partner |
| Die Earthmover (Mojos) des Amazonas oder die Rio Beni-Kultur |
Hotel Aranjuez - unser neuer Partner in Cochabamba |
| Kurz & Bündig |
Aus den Regionen |
Esther Morales gibt ihre Metzgerei auf und wird "First Lady" Boliviens |
La Paz - Neues Informationsbüro im Flughafen von El Alto |
| Papst Benedikt XVI. wünscht Bolivien Frieden und Demokratie |
Reisenotizen |
| Repsol bewertet seine Ölreserven neu |
Zu den Minen im Cerro Rico |
Kooperationsvereinbarung zwischen Kuba und Bolivien
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THEMA |
Die Earthmover (Mojos) des Amazonas oder die Rio Beni-Kultur
Im Schatten bekannter lateinamerikanischer Kulturen wie der Azteken, Mayas, Tiahuanacotas, Inkas, usw. lebte im Departement Beni ein Volk, welches die Earthmover des Amazonas oder die Rio Beni-Kultur genannt wird. Robert Langstroth, ein Kultur-Geograph der Universität von Wisconsin, schrieb in seiner Dissertation im Jahre 1996:
Ohne Zweifel sind die "Llanos de Mojos“ (Steppen des Departements Beni) eine der einmaligsten prähistorischen Landschaften, welche es auf unserem Planeten gibt.
Die Earthmover lebten ca. 400 v. Chr. bis 1600 n. Chr. im Departement Beni. Man schätzt die damalige Bevölkerung - in der Blütezeit der Kultur - auf 3 bis 4 Millionen Einwohner. Bedingt durch eine Seuche oder eine Überschwemmung großen Ausmaßes, starb diese Urbevölkerung fast vollständig aus. Mit dem Untergang dieser Kultur gingen gleichzeitig viele Geheimnisse verloren.
Die Tongefäße, die man findet, können mit denen der Valencia-Kultur verglichen werden, aber auch mit der Valdivia-Kultur (älteste Kultur Lateinamerikas) besteht eine Verwandtschaft. Daher nimmt man an, dass dieses Volk vom Nordwesten her eindrang (Ecuador oder Kolumbien). Es wurden auch Tonskulpturen ausgegraben, die eine Brenntechnik aufweisen, die damals nur in China gekannt wurde. Diese Methode erforderte eine sehr hohe Temperatur beim Brennen und wurde von keiner anderen Kultur in Amerika angewandt.
Es wurden bis jetzt über 600 künstliche Hügel (Mounds) entdeckt; größter davon ist der, wo heute die Stadt Trinidad liegt. Man nimmt an, dass auf diesem Mound ca. 20.000 Menschen lebten. Ein raffiniertes Bewässerungssystem, die Nutzung topographischer Höhenunterschiede und eine ökologische Bewirtschaftung dieser Region ermöglichte es die Bevölkerung zu ernähren. Auf den Mounds wurden die Hütten errichtet als Schutz vor Überschwemmungen und vor Raubtieren usw., dienten aber gleichzeitig als Begräbnisstädte. Sämtliche Hügel waren durch Dämme (Straßen) miteinander verbunden. In den Kanälen entlang der Straßen wurden Fische gefangen, vor allem der Fisch „Buchere“, der ein rosafarbenes, dem Hummer ähnliches Fleisch besitzt. Dort wurden auch Grasarten gepflückt, mit denen Körbe und andere Utensilien angefertigt wurden. Auf den Grassteppen wurden Getreidearten, wie Arrocillo und Quinua, angebaut. In den künstlichen Seen wurden Fischfarmen unterhalten und in den Wäldern sowie den Flüssen entlang wurden Nüsse, Früchte, Wurzeln und Heilpflanzen gesammelt. Gejagt wurden nur Überschüsse, d. h. vorwiegend männliche Tiere; trächtige, weibliche Tiere zu jagen war tabu. Die Earthmover wurden nach dem Tod mit ihren Utensilien in großen Urnen beigesetzt. Mit dem Hochland bestand ein reger Tauschhandel. Lebensmittel wurden gegen Steinwerkzeuge und Quinua (in Harz versiegelt) getauscht.
Im 17. Jahrhundert drangen aus dem Süden die Stämme der Guarani ein und unterwarfen die verbleibende Bevölkerung der Earthmover. Sie bepflanzten die verlassenen Mounds mit mitgebrachten Palmarten und benutzten diese ebenfalls als Wohnquartiere und Begräbnisstädte. Bei Ausgrabungen findet man in den obersten Schichten der Mounds Utensilien dieser Stämme.
(Quelle: http://www.loslagos-beni.com/earthmovers.de.htm)
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KURZ
& BÜNDIG |
Esther Morales gibt ihre Metzgerei auf und wird "First Lady" Boliviens
Da Evo Morales alleinstehend ist hatte Bolivien lange gerätselt, ob es überhaupt eine First Lady Boliviens geben werde. Einige Tage nach der Vereidigung gab das Präsidentenbüro bekannt, dass die Schwester von Evo Morales, Esther Morales, die "First Lady" des Landes wird. An der Seite ihres Bruders möchte sie sich für die Armen einsetzen und darüber hinaus den Hinterbliebenen helfen, die bei den Protesten im Oktober 2003 ums Leben gekommen waren. Damals starben 80 Menschen und die Proteste führten zum Sturz des damaligen Präsidenten Gonzalo Sanchez de Lozada.
Esther Morales, Mutter von drei Kindern, wird ihre Metzgerei in Oruro aufgeben und betonte, dass sie nicht als "First Lady" bezeichnet werden wolle, weil sie findet, dass dies nicht ihrer bescheidenen gesellschaftlichen Herkunft entspreche. Die 54-jährige hatte ihren jüngeren Bruder Evo Morales großgezogen, nachdem ihre Mutter gestorben war.
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Papst Benedikt
XVI. wünscht Bolivien Frieden und Demokratie
Papst Benedikt XVI. appellierte an den neuen Staatschef Evo Morales und die bolivianische Regierung, sich vermehrt für die demokratischen Rechte und den Frieden in Bolivien einzusetzen.
Evo Morales übernahm am 22. Januar offiziell die Amtsgeschäfte in Bolivien. Der bolivianische Erzbischof Ivo Scapolo betonte, dass die katholische Kirche mit dem Schreiben die Hoffnung zum Ausdruck bringe, dass die neue Regierung ihre Arbeit ins Zentrum des Friedens und der sozialen Gerechtigkeit stellen werde.
Offizielle Vertreter des Papstes äußerten zudem, dass augenblicklich die ganze Welt auf Bolivien schaue – "vor allem in diesem Augenblick, in dem die Erneuerung der politischen Führungsschicht einen so entscheidenden Moment erreicht", und "die Bolivianer ihre ganze Hoffnung auf die neue Regierung setzen" – , wie die bolivianische Bischofskonferenz auf ihrer Homepage berichtet.
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Das neue Gesetzt zur Verstaatlichung verunsichert Investoren
Der spanische Mineralölkonzern Repsol YPF hat aufgrund des Wahlsieges von Evo Morales seine Angaben über die Höhe der eigenen Reserven um 25 Prozent nach unten korrigiert. Dies hatte zur Folge, dass der Aktienkurs an der Börse um 10 Prozent einbrach, was einer Kapitalvernichtung von fast drei Mrd. Euro entspricht. Somit belaufen sich die Reserven nur noch auf ca. 3,8 Mrd. Barrel, was einer Förderungsdauer von ca. 3,5 Jahren entspricht. Auslöser für diese Korrektur ist das neue Gesetz zur Verstaatlichung von Gasvorkommen "Ley de Hidrocarburos", welches nun in Kraft getreten ist. Der Konzern berichtet weiter, dass geplante Investitionen auf Eis gelegt werden, da in Bolivien augenblicklich keine Garantien für ausländische Investoren mehr bestünden.
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Abkommen zwischen Kuba und Bolivien
Die erste Auslandsreise von Evo Morales führte ihn nach Kuba. Dort unterzeichnete er am 30.12.2005 mit Fidel Castro, dem Präsidenten von Kuba, ein weitreichendes Abkommen über eine kubanisch-bolivianische Zusammenarbeit. Bolivien wird zukünftig auf zahlreichen Gebieten mit dem Inselstaat zusammenarbeiten.
Die Kooperationsvereinbarung zwischen Kuba und Bolivien sieht vor, dass Bolivien, eines der ärmsten Länder der Welt, von Kuba insbesondere in medizinischen Bereichen unterstützt wird. So wird ein Programm begonnen, dass qualitätsgerechte und kostenlose Augenoperationen für alle Bürger Boliviens ermöglichen soll. Das Programm steht allen offen, die nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung haben, um sich die notwendigen Operationen zu leisten. Kuba wird Bolivien die medizinischen Geräte kostenlos bereit stellen und die Ausbildung des notwendigen Fachpersonals gewährleisten. In La Paz, Cochabamba und Santa Cruz werden Augenklinken errichtet, die zusammen mindestens eine Kapazität von 50.000 Augenoperationen pro Jahr haben werden. Des Weiteren kann Evo Morales bei seinen Plänen, die Analphabetenrate in Bolivien zu senken, auf die Unterstützung von Kuba zählen. Die Entwicklungshilfe Kubas soll der Anfang einer engeren Zusammenarbeit beider Länder sein.
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UNSERE
PARTNER |
Hotel Aranjuez -
wunderschönes Herrenhaus mit Ambiente in Cochabamba
Das Hotel Aranjuez liegt in einem der schönsten Stadtviertel von Cochabamba in der Nähe des Palacio de Patiño, einer der Hauptattraktionen der Provinzhauptstadt.
Das Ambiente eines europäischen Herrenhauses mit großen Sonnenterassen und gepflegter Gartenanlage, sowie die vielen Details machen dieses Hotel zu einem der schönsten Boliviens. Der Flair der Kolonialzeit lässt sich von der Lobby, dem imposanten Ballraum mit dunklem Fußboden und exklusiven Ledersesseln bis in jedes Zimmer spüren. Das Ambiente des Hotels Aranjuez ist ein optimaler Mix aus der Atmosphäre kolonialer Zeiten mit der Leichtigkeit der heutigen Zeit und bietet, durch die zentrale Lage, beste Bedingungen eine der aufregensten Städte Boliviens zu besichtigen.
Bisher wird Cochabamba von Touristen oft umgangen, dabei hat die Stadt einiges zu bieten und liegt in der Mitte der Strecke La Paz-Santa Cruz.
Cochabamba ist in Südamerika für die bunten Märkte der Stadt bekannt, insbesondere empfiehlt sich ein Besuch auf dem Markt La Cancha und von der höchsten Christusstatue der Welt bieten sich fantastische Aussichten auf die Stadt und die Region. Cochabamba ist das Zentrum der gleichnamigen, fruchtbaren Region in der neben vielen Mais- und Getreidearten auch Gemüse, Obst, Zitrusfrüchte, Bananen und Coca angebaut wird.
Die Höhenlage von Cochabamba auf 2.570 Meter begründet das angenehme Klima der Stadt.
Für weitere Informationen schicken Sie uns bitte eine E-Mail oder besuchen Sie unsere Internetseiten.
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AUS
DEN REGIONEN |
La Paz - Neues Informationsbüro im Flughafen von El Alto
Im internationalen Flughafen von La Paz/ El Alto wurde im Januar ein neues Informationsbüro für ausländische Touristen und Reisende eröffnet. Das Büro vergibt kostenlos Informationsmaterialien über ganz Bolivien. Die neu gedruckten Infobroschüren und Karten verschaffen eine Übersicht über die vielfältigen Attraktionen des Landes. Geschultes Personal steht Reisenden mit zahlreichen Auskünften zur Seite und hilt bei der Unterkunftsuche sowie Transportfragen. Das neu eröffnete Infomationsbüro ist Teil der Maßnahmen zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Ein weiteres Büro soll bald im Flughafen Viru Viru von Santa Cruz eröffnet werden.
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REISENOTIZEN |
Zu den Minen im Cerro Rico
Natürlich haben wir uns entgegen allen, im Nachhinein durchaus berechtigten, Warnungen in div. Führen wie dem rough guide: “Be warned, though, that this is an unpleasant and highly dangerous environment, where saftey precautions are largely left to fate; anyone suffering from claustrophobia, heart or breathing problemsis advised against entering. The air inside is fetid with dust and gases, including arsenic, and the chances of being hit by fallingrocks or a speeding mine trolley are real.” entschlossen, den tief im Cerro Rico verborgenen Silberschätzen auf den Grund zu gehen und als Silberoctiollinaere (!?) zurückzukehren. Noch dazu ging mir kurz zuvor mein letztes Hakle Feucht durch die hier fast durchsichtigen, südamerikanischen Klopapierlappen und ich sah mich gezwungen in den “komme-was-wolle/face-the-fear”-Modus zu wechseln.
In einem Minibus sind wir dann auf den Weg zu den Minen mit Overall, Helm, Helmlampe und Gummistiefeln ausgestattet worden, was den Trip wieder ein wenig organisierter und seriöser hat aussehen lassen. Vor den Minen machten wir dann halt bei einer Einkaufsbude für die Minenarbeiter. Unser Guide teilte uns mit, dass es uns Touristen selbverständlich möglich wäre div. Souvenirs zu kaufen. Vielmehr bat man uns auch, wenn möglich, den Einkauf an die Minenarbeiter zu verschenken. “na kloa!”, dachte sich unsereiner, warum nicht für Minenarbeiter nützliche Dinge, wie Dove mit 1/4 mehr Feuchtigkeitscreme, der aktuellen Yps! mit “ums-eck-guck”-Teleskop und einen flow-bee inkl. Adapterset für alle gängigen Luftkompressoren kaufen und verschenken. Für 25 Bolivianos (rund 2,80 Euro) konnten wir dann ein Plastiksackerl befüllt mit 2 Stangen Butterkeksen, 15 Stk. Beuschelreisser-Zigaretten, einen Sack voll Koka-Blättern & 2 Stangen formbaren TNT mit Sprengkapseln und Zündschnur erstehen (kein Spaß nicht!). Eine kurze Einführung im korrekten Formen des TNT`s und anschließendem Verheiraten mit Sprengkapsel und Zündschnur hat nicht wirklich eine vertrautere Beziehung zwischen mir und dem Sackerl in meiner Hand herstellen können.
Voll ausgerüstet bzw. bewaffnet folgten wir dem Guide den stockdunklen Gängen der Mine in die Tiefe herab. In der einen, schweißgebadeten Hand das Plastiksackerl, in der anderen die Kamera, versuchten wir trotzdem Halt zu finden, um nicht in diverse Löcher und Schluchten zu purzeln. (nein, keine Markierungen!) Der Spaß am Minenabenteuer ist uns dann teilweise vergangen, als wir erfuhren, dass bereits 12-jährige unter diesen harten Bedingungen schuften müssen da sie die wertvolle Lizenz zum Graben von der Verwandtschaft vererbt bekamen.
(Quelle: http://sablog.lucas.li/?p=8)
| Links: |
| Bitte schicken Sie Ihre Reiseberichte oder Anfragen an info@bolivialine.de.
Vielen Dank! |
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WUSSTEN
SIE...? |
... dass es im Department Beni über 300 Seen gibt?
... dass Bolivien im Jahr 2005 trotz der Krise eine Steigerung der Touristenankünfte um 1,8 % aufweisen kann?
... dass die Mango von portugiesischen Seefahrern aus Burma und Indien nach Brasilien gebracht wurde und von dort nach Bolivien?
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WIR
ÜBER UNS |
bolivialine
ist der touristische Informationsdienst rund um Reisen nach Bolivien,
der von zahlreichen touristischen Unternehmen unterstützt und finanziert
wird. Unsere Arbeit dient sowohl den Produkten, als auch dem Land selbst.
Unsere Serviceleistungen auf einen Blick:
- Kontaktbüro in Deutschland: Tel.: 0851-7565644; Telefax: 0851-7565651
- Hilfe bei der Zusammenstellung von Rundreiseprogrammen: info@bolivialine.de
- Informationen zu Hotels, Hosterías und Lodges
- Tipps für Reisen nach Bolivien mit vielen nützlichen Links
auf unserer Homepage www.bolivialine.de
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